Karen Winzer

AUS TON AUS – Proberaum

28.09.2013

Konzert AN
Tom Ashforth und Axel Lindner
Fleur Earth meets FDR
Locas in Love
Godfrid Haberer

 

Karen Winzer - Konzert AN 

Am Samstag, 28.9.2013 stehen ab 20 Uhr auf den Bühnen in der Simultanhalle: Locas in Love, Tom Ashforth & Axel Lindner und Fleur Earth meets FDR flankiert vom Architekten Godfrid Haberer am Piano.

Mit diesem Konzert beginnt das Projekt AUS TON AUS der Berliner Künstlerin Karen Winzer. Sie setzt sich in zahlreichen Einzelarbeiten mit den Synergieeffekten von Hören und Sehen auseinander. Als Ausgangspunkt dient ihr dafür eine stadtbekannte „Schnittstelle“ von Akustik und Visualität: der Gebäudekomplex Kölner Philharmonie/Museum Ludwig. Hier treffen visuelle und auditive Künste aufeinander. Allerdings funktioniert die Präsentation von Musik nicht reibungslos: Der unterirdisch gelegene Konzertsaal muss bei Musikveranstaltungen durch störende Klänge von außen abgeschirmt werden. Dafür wird der Heinrich-Böll-Platz alltäglich durch Wachpersonal abgesperrt. Dieser merkwürdige Anblick ist Kölnern gut vertraut. Als ortsfremde Künstlerin reagiert Winzer aber neugierig auf dieses öffentliche Schauspiel und entwirft ein dichtes Netz an künstlerischen Arbeiten, die über die menschlichen Vermögen des Hörens und Sehens reflektieren. Dabei spielen neben den Bands und den Architekten Peter Busmann und Godfrid Haberer auch das Wachpersonal der Philharmonie, eine Mutter und eine Tochter, die sich sehr ähnlich sehen, aber gegensätzlich gut hören und sehen können, Synästhetiker, ein Orgelbauer, Max Ernst und eine Flötistin, die lieber handarbeitet als zu musizieren, wichtige Rollen...

Der Ort des Konzerts ist wohl überlegt: Die Simultanhalle ist der Testbau für das Museum Ludwig, in dem die Architekten Busmann/Haberer 1979 speziell den Lichteinfall durch die Sheddächer sowie Möglichkeiten der Präsentation von Malerei und Skulptur erprobten. Für die Kölner Philharmonie gab es keinen architektonischen Dummy. Um dieses Versäumnis produktiv zu nutzen, lud die Künstlerin die Bands ein, die Simultanhalle in den vergangenen drei Wochen als gemeinschaftlichen Probenraum auszutesten. Dafür entwarf Winzer große weiße Styroporwände, aus denen die MusikerInnen, ihren akustischen und räumlichen Vorlieben entsprechend, eigene Probe-Kojen gebaut haben, die während des Konzerts zu ihren individuellen Bühnen werden.

Ein Mitschnitt des Konzerts wird zusammen mit weiteren Tondokumenten auf einer Schallplatte veröffentlicht. Diese wird im Juni 2014 im Rahmen einer Ausstellung von Karen Winzer in der Simultanhalle vorgestellt. 

 

Mit besonders großem Dank an Andreas Eschment, Franziska Wicke, Jan Juraschek, Lisa Busche, Kerstin Fischer, Max Hensel, Helli Hecht, Jugoslav Mitevski, Ruth Weigand, Jürgen Frambach-Frankenstein, Philine Meckbach, Ruth Iloste, Sofie Arnold, Pat Taylor, Nikolai Kudielka, die Kunststiftung NRW, das Kulturamt der Stadt Köln, Fachbereich 06 der Universität Kassel, BACHL und URSA