JOUR DU NORD

mit Performances von
Philipp Hamann (Köln), Bettina Hutschek (Berlin),
Milo Köpp (Essen) und Tobias Sternberg (Berlin)

14.08.2010, ab 17:00 Uhr


JOUR DU NORD

mit Performances von
Philipp Hamann (Köln), Bettina Hutschek (Berlin),
Milo Köpp (Essen) und Tobias Sternberg (Berlin)
14.08.2010, ab 17 Uhr

FETE DU NORD
mit The Joe Elegant Experience und
DJs Maynor Suazo + Eddie Sayyid
14.08.2010, ab 22 Uhr

Jour Du Nord2

Tobias Sternberg/ Man on Table

An die Unterseite eines Holztisches gefesselt. Allein die Knoten der Schnüre erreichen die Oberseites des Tisches und zeichnen einen schemenhaften Umriss, wie Kreide bei einem Kriminalfall. Objekthaft und bewegungslos begibt sich der Künstler in eine Randposition, in der er nicht mehr Platz als dringend notwendig beansprucht. Gleichzeitig wird dadurch die Aufmerksamkeit des Betrachters auf dessen Verhältnis zum Künstler forciert. Anziehung durch Loslösung. Anziehung durch Rückzug. Erstmals aufgeführt am Goldsmiths College London, 2003.

Milo Köpp/ Lernprobe

Milo Köpp lernt eine Textpassage von 50 Wörtern auswendig und sagt sie fehlerfrei auf. Der Veranstalter und Milo Köpp sitzen wie bei einer Prüfung an einem Tisch. Auf dem Tisch steht eine große Stopp-Uhr. Alle Teilnehmer bekommen eine Kopie des Textes. Die Performance ist zu Ende, wenn Milo Köpp den Text fehlerfrei aufsagen kann. Für die Auswahl des Textes und den ordnungsgemäßen Ablauf ist der Veranstalter verantwortlich. Jeder Teilnehmer kann im Anschluss einen Präsenznachweis für 1 Euro kaufen. Erstaufführung Galerie 68elf, Köln 1991.

Jour Du Nord3

Bettina Hutschek/ New York

Bettina Hutschek erzählt mit Hilfe einer Bild-und-Ton-Präsentation die Geschichte der Stadt New York. Dabei wird die Stadt New York als eine Hyper-Struktur beschrieben, die zwischen dem Realen, dem Fiktiven und dem Imaginären angesiedelt ist. In diesem als ›Mega-Stadt‹ beschriebenen Raum ist Architektur sowohl Ausdruck und Verkörperung als auch Störung der eingeschriebenen Mythen, Erinnerungen und Kräfte der Natur. Insbesondere geht es dabei um fiktive Dimensionen sowie die Einschreibungen kollektiver und individueller Erinnerung in jene Raumkonstruktionen. Die Form des wissenschaftlichen Vortrags ist von Poesie, Ironie und Fiktion infiltriert. Erstaufführung: New York 2009.

Jour Du Nord4

Philipp Hamann/ „Ich hoffe ich verliere meine Illusionen nie“

Aus seinem ganz privaten Umfeld entwickelt Philipp Hamann „tragikkomische“ Geschichten. Wie aus dem Nichts bilden sich narrative Stränge, kommt es mal zu forcierenden, mal zu retardierenden Momenten. Ganz in novellistischer Manier finden wir das Unerhörte dort, wo wir es nicht vermuten. Erstaufführung.